Produkte aus Bienenerzeugnissen

Propoliszuckerle nach Richard Burtscher

Zutaten:

400   g Honig (nicht mehr, da die Zuckerle sonst verkleben)

1000 g Zucker (nicht weniger, da ansonsten zu wenig Masse entsteht. Es eignet sich jede Zuckerart, wie z.B. Feinkristallzucker, Roohrzucker, Rohrohrzucker)

40    ml Propolistinktur (mind. 20 %ig)

5      ml Salbei-Auszug (nicht mehr, sonst wird es bitter)

10    ml Spitzwegerich-Auszug

mit Staubzucker bestreutes Backpapier

 

Honig zuerst in einen Topf geben mit einem Volumen von mind. 2,5 Liter.

Ein Emailtopf eignet sich besser, da das Risiko des Anbrennens geringer ist.

Bevor der Honig zu kochen beginnt, den Zucker unter langsamem Rühren untermischen.

Auf ca. 110 bis 120 Grad erwärmen bis die Zuckerkristalle aufgelöst sind.

Dann die Masse vom Herd nehmen und ein wenig abkühlen lassen, bis sich der Schaum aufgelöst hat.

Anschließend auf 100 Grad erhitzen und Propolistinktur, Salbei-Auszug und Spitzwegerich-Auszug langsam zugeben (Achtung: Masse schäumt stark und Alkohol verdampft).

Durchgehend gut umrühren und bei einer Temperatur zwischen 95 und 105 Grad die Masse auf vorbereitetes Backpapier verteilen. Die Masse mit Staubzucker bestreuen.

Sobald die Masse leicht abgekühlt ist, mit einem Rollenschneider zerteilen. Erst längs zerschneiden und nach kurzer Zeit quer.

Je nach Raumtemperatur nach 30 bis 120 Minuten die Zuckerle von Hand brechen. Falls die Masse ein bis mehrere Tage nicht gebrochen wird, kann sie weich werden und nicht mehr gut portioniert werden.

Die fertigen Zuckerle in einen luftdichten Behälter geben und gut durchschütteln, damit die Bruchstellen auch mit Staubzucker bedeckt werden. Zu guter Letzt die Zuckerle in attraktive und luftdichte Dosen oder Gläschen verteilen.

Wünsche gutes Gelingen, Richard

 

Sauerhonig / Oxymel

Sauerhonig hat eine lange Tradition und ist keine neue Erfindung. Schon seit der Antike gibt es Aufzeichnungen über Zubereitung und Verwendung von Sauerhonig. Auch unsere Ahnen nutzten die wohltuende und wohlschmeckende Kombination von Essig und Honig - vielfach wurde Sauerhonig auch mit verschiedenen Kräutern angesetzt. In den USA, in England und Irland ist der Sauerhonig ein geschätztes Stärkungs- und Heilmittel. In einer abgelegenen Region Russlands, wo es besonders viele Hundertjährige gibt, ist Sauerhonig verdünnt mit Brunnenwasser das erste Getränk am Morgen.

Mit der Rückbesinnung auf alte Traditionen und Schätze tritt der Sauerhonig auch in unseren Breiten wieder seinen Siegeszug an. So Mancher kennt den Sauerhonig in abewandelter Form von Früher, als es beim Heuen das Essig-Wasser-Honiggetränk zur Stärkung gab.

Verwendung:

Pur: Löffelweise als Elixier und Stärkungsmittel

Getränke: mit Wasser oder Mineralwasser (Sportlergetränk), mit Eiswürfel, Minzezweig und Zitrone als Wellnessgetränk

In der Küche: als Würzmittel oder Marinaden für Salat, Saucen und Grillfleisch

Fürs Wohlbefinden: Je nach Beigaben (zur Immunstärkung, bei Rekonvaleszenz, als Gurgelmittel, bei Erkältungen) mit warmem Wasser verdünnen und schluckweise trinken

Quelle: LFI OÖ

Lippenbalsam

Zutaten:

250 g          Olivenöl

  50 g          Bienenwachs

  50 Tropfen ätherische Öle (Melisse, Lavendel, Kamille)

oder

  20 g          Propolistinktur

    1 TL        Honig

Das Bienenwachs im Olivenöl schmelzen und danach ätherische Öle oder Propolistinktur und Honig beimischen.

Noch im flüssigen Zustand in Döschen oder in Hülsen füllen.

Gutes Gelingen!

Bienenwachskompresse

Bei der Bienenwachskompresse handelt es sich um eine milde Wärmezufuhr ohne Temperaturreiz. Die Wärmewirkung fördert die Wirkstoffaufnahme der Zusätze über die Haut. Sie wird aus reinem Bienenwachs (cera flava) hergestellt.

Wirkung: schleimlösend, hustenreizstillend, beruhigend, erwärmend, entspannend, schlaffördernd

Anwendung bei: Erkältungen, Husten und zur Vorbeugung, Leberunterstützung, Verspannungen, chronischen Schmerzen und Gelenkbeschwerden

Nicht anzuwenden bei: Hautverletzungen oder -veränderungen an der Auflagestelle

Was es zu beachten gibt: Bienenwachskompressen können 5-8 Mal verwendet werden. Jedoch immer nur bei derselben Person! Nach einer Erkältungsphase sollte die Kompresse ausgetauscht werden.

Material zur Anwendung: Bienenwachskompresse, Haarfön, 1-2 nicht zu heiße Wärmflaschen, Butterbrotpapier/Backtrennpapier, Rohwollkissen/weiches Tuch aus Flanell oder Wolle

Durchführung: Bienenwachskompresse mit dem Haarfön oder eingehüllt in Butterbrotpapier zwischen den Wärmflaschen aufwärmen. Rohwollkissen erwärmen. Bienenwachskompresse nach Wärmeprüfung direkt auf die Haut legen, mit dem Rohwollkissen abdecken und mit Kleidung fixieren.

Anwendungsdauer: 1x täglich zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden, z.B. über Nacht. Bei Bedarf mehrere Tage.

Nachbereitung: Zur Wiederverwendung in Butterbrotpapier einwickeln. Rohwolle auf der Haut belassen.

Quelle: Internationales Fachgremium für Wickel und Kompressen

Vereinsleben

Besuch bei der Bienenkönigin

Wie jedes Jahr beteiligte sich der BZV Halfing am Ferienprogramm. An drei Vormittagen informierten sich fast 80 Kinder aus den umliegenden Gemeinden über das Leben der Honigbienen. Im Schaukasten konnten sie den Bienen bei der Arbeit zusehen. Beim Öffnen eines Bienenkastens um deren volle Waben zu begutachten zeigten die Kinder keinerlei Berührungsängste. Anschließend bastelte jeder eine eigene Bienenwachskerze. Spannend war das Entdeckeln der Honigwaben, die dann in einer kleinen handbetriebenen Schleuder ausgeschleudert wurden. So erfuhren die Kinder, wie viel Arbeit es macht, bis der Honig im Eimer ist. Zum Abschluss gab es für alle Honigbrote. Klar, dass einige begeisterte „Jungimker“ sofort wieder Ihre Teilnahme am nächstjährigen Ferienprogramm ankündigten.

 

 

Blühflächen in der Gemeinde Halfing

 

 

Die Gemeinde Halfing legte im Jahr 2017 auf eigenem Grund einige Blühflächen an. Nach fachkundiger Beratung von Josef Stein vom Landratsamt Rosenheim wurden Zwiebeln für Frühjahrsblüher gesteckt. Der Bauhof säte eine mehrjährige Blumenwiese an. Das Ergebnis kann sich nach einem Jahr sehen lassen. Nicht nur die Insekten, auch die Spaziergänger freuen sich an der Blütenpracht!

Die Blühflächen befinden sich oberhalb des Kinderspielplatzes an der Bussardstraße und an der Lindenstraße.

 

 

 

Italienische Imker auf Besuch im Landkreis Rosenheim

Etwa 50 Imkerinnen und Imker aus der Region Trient besuchten auf einer Infofahrt den Landkreis Rosenheim. Unter Präsident Marco Facchinelli verschaffte sich die Gruppe vormittags im Imkerladen Traidl in Neubeuern einen Überblick über die in Bayern gebräuchlichen Imkereigerätschaften. Viele nutzten dabei auch die Möglichkeit, günstig einzukaufen. Anschließend statteten die Italiener dem Lehrbienenstand Halfing einen Besuch ab. Dort besichtigten sie die Schulungs- und Arbeitsräume und informierten sich über das monatliche Kursprogramm sowie die Neuimkergewinnung durch das Probeimkerprogramm. Dabei fungierte die Wanderlehrerin Maria Lago als geschickte Dolmetscherin, was den Erfahrungsaustausch zwischen italienischen und bayerischen Imkern erst möglich machte. Nach dem Mittagessen und Kaffeetrinken am Lehrbienenstand ging es weiter zum Irschenberg. Hier besichtigte die Gruppe die Bioimkerei Bernöcker, deren Betriebsweise auf großes Interesse stieß. Bevor es wieder zurück nach Trient ging, dankte Marco Facchinelli noch Eduard Sagberger für die perfekte Organisation der Fahrt und lud die Rosenheimer Imker zu einem Gegenbesuch ein.

10. Halfinger Bienenmarkt

Zum traditionellen Halfinger Bienenmarkt hatten sich bei schönstem Wetter wieder zahlreiche Imkerinnen und Imker aus der gesamten Region auf dem Gelände des Lehrbienenstands eingefunden. Nach dem Eingangsreferat des Zuchtobmanns des Verbandes Bayerischer Bienenzüchter, Herrn Hubert Seibring, und Erläuterungen bezüglich des richtigen Umgangs mit dem Melezitosehonig durch den Verbandsvorsitzenden Franz Vollmaier hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, belegstellenbegattete Königinnen zu erwerben. Auch der Verkaufsstand von Traidls Bienenkorb war dicht umlagert. Nach dem Mittagessen ging es an die Versteigerung der tags zuvor begutachteten und bepunkteten Ableger. Dabei blieben die Preise unter denen der Vorjahre, so dass so mancher Imker sehr zufrieden mit einem hochwertigen Ableger nach Hause fahren konnte.